Allgemein
Ich stelle hier mal test weise die Reihenfolge der Punkte in einem Post um, ich glaube, so wird es besser lesbar sein.
Anmerkungen
Ein Liberica!
Vor mehreren Jahren habe ich einmal 20g Bohnen Liberica geschenkt bekommen und war absolut nicht begeistert. Ich hatte aber auch keine Ahnung, nur einen Vollautomaten und die Beschreibung (soll nach Käse schmecken) schreckte mich ein Stück ab.
Nun ja, da sind die Vorbedingungen für diesen Liberica hier ja richtig gut… Vor allem mit der “Warnung” der Kaffeemacher aus dem Vormonat, man solle sich ein paar Bohnen vom vorherigen Kaffee aufbewahren, um mischen zu können.
Die Bohnen sind klein, aber gleichmäßig und scheinen von hoher Qualität zu sein. Der Geruch ist lecker, süß und dichter als ich geglaubt hätte.
Warm
Ich habe mich an mein Standard-Rezept gehalten und nach 2:45 Minuten hatte ich ein Glas Kaffee vor mir stehen, welches unverschämt gut riecht und bei dem ich Hemmungen hatte, es probieren zu wollen, aufgrund der schlechten Erfahrung und dem eher negativ konnotierten Berichte.
Das alles sollte sich als unbegründet herausstellen: Der Kaffee schmeckt warm lecker und süß und floral. Die Süße ist nicht zuckersüß und für mich auch nicht Stevia, eher eine natürliche Süße, welche zeitgleich mit einem Stück Bitterkeit existiert. Dazu kommt eine florale Grundlage, die die Süße trägt.
Im Stream zu diesem Kaffee hat ein Teilnehmer den Geschmack mit einem Kaugummi aus den 80er oder 90er verglichen. Die müssten Bazooka geheißen haben und das kommt richtig gut hin.
Der Kaffee ist lecker, wird mit dem Abkühlen floraler und zurückhaltender. Er wird sicherlich nicht mein Lieblingskaffee, ich werde diese Tüte aber genießen und probiere sie alsbald als Coldbrew, das stelle ich mir arg lecker vor.
Kalt
Für den Coldbrew habe ich mich ebenfalls für meine Standard Methode entschieden: Die Hario Mizudashi Kanne wurde zuerst mit 60g Kaffee (ZP6, 5.5) befüllt und anschließend um 1000g Wasser ergänzt. Nach 24 Stunden im Kühlschrank habe ich das Ganze noch einmal durch einen V60 gefiltert und schon ist er fertig, der Coldbrew.
Und was soll ich schreiben? Der für mich am besten passende Vergleich ist ein Eistee, der nicht total überzuckert ist, sondern der eine natürliche Süße hat und einen Schuss Zitrone mitgegeben bekommen hat. Ganz am Ende wird es minimal bitter, das ist aber wie bei einem Blulorangensaft, das passt herrlich dazu. Gerade jetzt, bei angekündigten 30°C schmeckt mir das Zeug sehr.
Bilder





Parameter
| Rösterei | Kaffeemacher, Schweiz |
| Name | Jlegong Village |
| Region | Temanggung, Zentral-Java, Indonesien |
| Varietät | Liberica |
| Höhe | unbekannt |
| Aufbereitung | Yeast Inoculated Anaerobic Honey |
| Geschmacksnoten | Stevia, Jasmin, Süssholz, süss |
Equipment (warm)
| Mühle | 1Zpresso ZP6 (4.5) |
| Brüher | Hario V60 Keramik |
| Ratio | 15g Bohnen, 250 g Wasser (ca. 92°C) |
| Zubereitung | 40g Bloom, dann 3x 70g alle 30 Sekunden |
| Brühzeit | ca 2:45 Minuten |
