Ich bin, eigentlich, kein Freund von co-fermented Bohnen. Ich holte aber gerade mein Abo bei The Holy Cross Brewing Society ab und hatte dabei Bohnen zur Auswahl, die nach den rot-weißen Campino Bonbons schmecken sollen. Alleine um was zu lernen, habe ich sie mitgenommen.
Direkt nach dem Öffnen hängt ein dichter Geruch nach Kirschen über der Tüte. Intensiver daran zu riechen führt zu… genau! Mehr Kirsche! Diese Kirsche bleibt auch: beim Mahlen, beim Aufgießen, beim Einschänken, beim am-Kaffee-riechen.
Ich war gespannt, ob der Geschmack dem Geruch in irgendwas nachsteht. Aber nein, in keiner Weise! Dieser Kaffee schmeckt in der Tat ziemlich genau wie diese Campino Bonbons, ich ich durchaus gerne esse und somit kann ich sagen bzw. schreiben: Das hier ist der erste co-fermented Kaffee, der mir wirklich sehr gut schmeckt. Der eigentliche Geschmack der Bohnen ist, für mich, nicht mehr zu erkennen bzw. ich kann nicht zwischen dem fermentierten und dem natürlichen Geschmack unterscheiden.
Ich hadere aber: in wie weit ist das der Geschmack der Bohnen? Ich nehme es als das, was es ist: Ein Getränk auf Basis von Kaffeebohnen und mit einem zugesetzten Geschmack, wenn auch auf natürliche Weise zugesetzt.
Lecker ist’s aber und bei Temperaturen, die sich in den nächsten Tagen nah am Gefrierpunkt bewegen sollen, mag ich es auch ganz gerne, wenn es etwas wuchtiger ist.
Bilder





Parameter
| Rösterei | The Holy Cross Roasting Society, Frankfurt |
| Name | The Cherry Swirl |
| Region | Los Patios Farm, Huila Region, Kolumbien |
| Varietät | Castillo, Caturra und Colombia |
| Höhe | 1.600 – 1.900 masl |
| Aufbereitung | Cherry Co-Ferment Honey |
| Geschmacksnoten | Kirsche, Campino Bonbon, Cascara |
Equipment
| Mühle | 1zpresso (5.5) |
| Brüher | Timemore Crystal Eye |
| Ratio | 15g Bohnen, 250 g Wasser (ca. 90°C) |
| Zubereitung | 0:00 – 50g 0:45 – 150g 1:30 – 250g |
| Brühzeit | ca 2:20 Minuten |
