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Yaye Natural

Kaffeemacher, Schweiz

Parameter

Rösterei Kaffeemacher, Schweiz
Name Yaye Natural
Region Arbegona, Sidamo, Äthiopien
Varietät Heirloom
Aufbereitung Natural
Geschmacksnoten Mandarina, Erdbeere, Mango, dicht

Equipment

Mühle Comandante C40 (8 Clix)
Brüher Oxo Rapid Brewer
Ratio 18g Bohnen, 90g Wasser (ca. 96-98°C)
Zubereitung Aufgießen, Puck sättigen lassen, durchpumpen, strecken
Brühzeit max 0:30 Minuten

Bilder

Anmerkungen

Mmmmh… Kaffeesuppe! Passend zu dem neuen Kaffee, kam eine neue Zubereitungsmethode ins Haus, der Oxo Rapid Brewer. Ich habe mich auf dem letzten Chaos Communication Congress (39C3) zu den Coffeenerds gesellt, dort zeigte mir wer den Oxo und ich war so begeistert, dass ich ihn mir direkt bestellen musste.

Aber erst einmal zu dem Kaffee selber:
Äthiopien und Natural hatte ich bisher nicht all zu oft in der Kombination. Meine Hoffnung ist, dass sich hier zwei Merkmale, der wunderbare Geschmack Ätiopischer Kaffees mit dem vollen eines Naturals verbindet.

Das Öffnen der Verpackung verspricht schon mal richtig viel: da kommt ein Duft raus, der ist bezirzend. Die Kaffeemacher nciht zum Stehen im Schrank. Dabei sieht man die Bohnen so richtig gut und das Bohnenbild schließt sich nahtlos an den Duft an, es ist einfach gut, so richtig gut; gleichmäßig, ohne Fehler oder Bruch.

Meinen ersten Versuch mit dem Oxo und diesem Kaffee habe ich anhand eines Standardrezeptes durchgeführt: 18g Kaffee zu 90g Wasser. Dabei habe ich die Comandante auf 10 Clix gestellt und für einen Filterkaffeetrinker viel zu lange gekurbelt. So fein war ich mit dieser Mühle noch nie, das Mehl schaut aber schon mal wunderbar aus und lässt sich gut tampen. Ich habe dann, den ersten Druck noch langsam, die 90g Wasser fix durch den Puck gedrückt. Das, was dann rauskommt, nennt man Soup (aber was erzähle ich Euch das). Diese Suppe habe ich probiert und neben dem, dass sie für mich viel zu intensiv schmeckt, ist sie süß ohne Ende.

Aus der/dem/das Oxo kommen ca. 70-75g an Kaffee heraus. Ich habe mich dazu entschieden, die Suppe mit 90g Wasser zu strecken, so dass ich auf knapp 165g Kaffee komme. Im Vergleich zu einem V60 ist er trüber, was dem zu verdanken ist, dass der Oxo nur ein Metallfilter hat. Das Trübe macht aber auch einen Teil des Geschmacks aus. Er ist wuchtiger und präsenter, wie bei einer Stempelkanne.

Der Geschmack ist aber das, was mich wirklich umhaut. Für knapp 30 Sekunden “Brühen” kommt hier ein süßer, voller, fruchtiger Kaffee raus, der Säure hat, lange schmeckt, definitiv eine Mandarine bereithält und das dicht aus der Beschreibung wirklich liefert.

Zum Ende hin wird er mit ein wenig zu sauer. Nicht unangenehm, aber schon wie eine noch nicht 100% reife Mandarine. Mein Versuch dieses zu beheben führte mich zum Mahlgrad. Auf 8 Clix schmeckt der Kaffee noch einmal eine Spur intensiver (kein Wunder), zum Ende hin aber auch noch saurer, sehr sogar.

Also spielen wir an der Temperatur: Ich habe 96°C auf dem Wasserkocher eingestellt, er schwankte am Ende zwischen 96 und 98°C. Die Clix bleiben bei 10, das war ein guter Ausgangswert. Jetzt bekomme ich einen Kaffee, der warm sehr intensiv und kalt weit weniger sauer schmeckt, somit habe ich für den Oxo und diesen Kaffee ein passendes Rezept gefunden. Dennoch werde ich mit diesem Kaffee und einem V60 bzw. eher dem Dotyk noch ein Stück spielen, der könnte dem Kaffee sehr gut tun.

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