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Ethiopia Haro Wachu

Goat Story, Slowenien

Parameter

Rösterei Goat Story, Slowenien
Name Ethiopia Haro Wachu
Region Uraga, Äthiopien
Washing Station Haro Wachu
Varietät Dega, Kurume, 74110
Aufbereitung Anaerobic
Geschmacksnoten Erdbeere, Granatapfel, Kirsche

Equipment

Mühle Comandante C40 (25 Clix)
Brüher Hario V60 (Keramik)
Ratio 15g Bohnen, 250 g Wasser (ca. 92°C)
Zubereitung 50g Blooming (30 Sekunden), alle 30 Sekunden: 60g, 60g, 70g
Brühzeit 2:10 Minuten

Bilder

Anmerkungen

Kennt Ihr das? Ihr riecht an etwas und seid auf einmal wieder in Eurer Kindheit? Das hatte ich, nachdem ich diese Packung Bohnen geöffnet und daran gerochen habe. Da ist ganz viel Schokolade und Kirsche in der Nase, wie bei einer Süßigkeit, an die ich mich seit Jahren nicht mehr erinnert habe, die mir jetzt aber wieder vor Augen ist. Wobei… nein, das ist falsch. Das Gefühl, welches ich bei dem Naschen hatte, das ist wieder da. Ich weiß nicht einmal mehr, wann das war oder wie es aussah, es fühlt sich aber wie früher und sehr, sehr gut an.

Somit gehe ich natürlich auch gänzlich subjektiv an diesen Kaffee heran und er müsste schon Katzen treten, damit ich ihn nicht gut finden würde. Er liefert aber auch keinen Grund, ihn nicht zu mögen:

Es ist mein erster Kaffee, der in Slowenien geröstet wurde. Die Verpackung ist schlicht und totel schön gestaltet, mit reflektierenden Elementen bedruckt. Interessant ist, dass die Aufbereitung nicht klassisch als washed oder natural angegeben ist, sondern anaerobic. Schaue ich mir die Bohnen an, gehe ich von natural aus, zusammen mit einer nicht ganz so hellen Röstung.

Die Brühung läuft, wie immer bei einem neuen Kaffee, nach Standard ab: V60 / 15g / 250g / 92°C. Dieses Mal komme ich bei 2:10 Minuten raus und habe eine Tassee Kaffee in der Hand.

In Anbetracht der anstehenden Reise habe ich mich dazu entschlossen, gleich 2 Tassen zu brühen und mir diese in die Thermoskanne zu geben und so die Zugfahrt zu bestreiten, zu der ich mich anschickte. Auf dieser Fahrt nervte ich sowohl meine Familie als auch weitere Mitreisende mit einem immer wieder verbalisiertem “Oh man, ist der gut!” und “mmmmh, lecker! Das ist mal ein Kaffee!”

Dieser Kaffee ist ein ausgesprochen gutes Beispiel für eine Ausgewogenheit zwischen Süße, Säure und Bitterkeit. Die Süße ist das erste, was direkt heraussticht. Für mich dominieren hier Kirschen, ganz eindeutig. Die Erbeere schmecke ich gar nicht heraus. Nach kurzer Zeit kommt eine unglaublich ausgewogene und absolut nicht milchige Säure dazu, welche dann von einer Bitterkeit des Granatapfels ergänzt wird. Die Säure hätte ich jetzt Waldbeeren zugeordnet. Ich kann nicht genau entscheiden, ob es an der Bohne, der Aufbereitung oder dem Rösten liegt, daher spreche ich allen Beteiligten mein Lob und vor allem meinen Dank aus, dass ich diesen Kaffee trinken darf.

Auf die Scores gebe ich idR nicht sonderlich viel. Gerne wird mit einem hohen Score geprahlt und mir schmeckt der Kaffee dennoch nicht. Hier sind die 89 Punkte aber wirklich das wert, was man bekommt. Und ja, mit ist bekannt, dass hier nicht jede:r auf einen anerobic Prozess steht oder dieses gut heißt. Für mich passt es dann, wenn das Ergebnis passend ist und vor allem nichts hinzugegeben wird. Bisher ist es meine No.1 in 2026 und wäre es wohl auch in 2025 geworden, hätte ich ihn dann bereits probieren können.

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