Parameter
| Rösterei | Cycle Roasters, Lübeck |
| Name | La Peña |
| Region | La Palma, Chalatenago, El Salvador |
| Varietät | Pacamara |
| Aufbereitung | Natural |
| Geschmacksnoten | Geröstete Cashew, Honigwaffel, Gelbe Früchte, Weinartiger Körper, cremiges Finish |
Equipment
| Mühle | Comandante (24 Clix) |
| Brüher | Hario Switch |
| Ratio | 15g Bohnen, 250 g Wasser (ca. 94°C) |
| Zubereitung | 50g Blooming (30 Sekunden), alle 30 Sekunden: 60g, 60g, 80g |
| Brühzeit | 2:00 - 2:10 Minuten |
Bilder

Anmerkungen
Hier hat mich die Mischung aus Honigwaffel und cremigen Finish gereizt. Für mich, in meiner Phantasie, hat sich hier schon ein dicker Sirup durch meinen Filterhalter gedrückt, aber es war dennoch “nur” Kaffee.
Die Cycle Roasters haben spezielle Tüten, die Licht durchlassen. Ich habe dieses Design ansonsten noch nicht gesehen, für das Fotografieren (in die Tüte) ist es aber sehr praktisch! Die Tüte präsentiert sich und den Inhalt tadellos, gerade die Bohnen sind prächtig anzusehen. Der Geruch kommt meiner oben beschriebenen Vorstellung schon sehr nah, er ist sehr intensiv und schwer. Die Bohnen sind ein Traum: gleichmäßig geröstet, ähnliche Größe, kein Bruch.
Den meisten, so auch mir, geht es aber auch um Geschmack, wobei dieser sogar im Vordergrund steht, wenn man das ganze Ritual um die Zubereitung einmal außen vor lässt.
Der dichte Geruch kommt auch beim Mahlen und Brühen vor und begleitet mich bis zum fertigen Glas Kaffee.
Das fertige Glas bzw. der darin enthaltene Kaffee überrascht mich aber: Er ist wesentlich fruchtiger als ich es erwartet hätte, dafür ist die Frucht sehr, sehr intensiv. Es ist eine süße Frucht, die Farbe schmecke ich nicht, aber Nektarine und Mandarine könnten es durchaus sein. Was toll ist, dass es keinerlei Bitterkeit gibt und nur eine leichte Säure, die den Kaffee untermalt und abrundet, hier passt das prächtig zusammen und bringt Spaß.
Das Brühen selber ist sehr unspektakulär, geht aber fix: bereits nach 2:00 - 2:10 Minuten bin ich durch. Die Befürchtung, dass es dadurch sauer werden würde, ist unbegründet. Feiner Mahlen hat bei mir nicht dazu geführt, dass sich die Brühdauer signifikant verändert hat, das Ergebnis wurde aber weniger fruchtig und driftete in Richtung Bitterkeit, für mich weit weniger lecker.
Ein wirklich guter Kaffee, den ich auf den letzten Metern des Jahres durchaus in meine Top 10 2025 aufnehmen würde!